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Schule Surenland


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Integrationsklassen

Integration - was bedeutet das?

Texte in Sprechblasen
Auf unserer Homepage gibt es viele Bilder von behinderten und nichtbehinderten Schülern in unterschiedlichsten Lern- und Spielsituationen. Jeder Besucher kann hier einen eigenen Eindruck vom Miteinander aller Kinder bekommen.
Integration heißt gemeinsames Lernen von behinderten und nichtbehinderten Kindern in der Schule. Wie das geht und was dies für das einzelne Kind bedeutet, kann sehr unterschiedlich sein. Im Schulgesetz ist die Aufnahme von Kindern mit Behinderungen in allgemeinen Schulen festgelegt:
„§ 12 Integration von Schülerinnen und Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf und Betreuung kranker Schülerinnen und Schüler
(1) Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf haben das Recht, allgemeine Schulen zu besuchen. Sie werden dort gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern ohne sonderpädagogischen Förderbedarf unterrichtet und besonders gefördert. Die Förderung kann zeitweilig in gesonderten Lerngruppen erfolgen, wenn dieses im Einzelfall pädagogisch geboten ist.
(2) Sonderpädagogischer Förderbedarf besteht bei Schülerinnen und Schülern, die auf Grund einer Behinderung so schwerwiegend in ihren Bildungs-, Entwicklungs- und Lernmöglichkeiten beeinträchtigt sind, dass sie im Unterricht der allgemeinen Schule ohne eine spezifische fachliche Unterstützung nicht hinreichend gefördert werden können. Sonderpädagogischer Förderbedarf kann in den Bereichen „Lernen“, „Sprache“, „emotionale und soziale Entwicklung“, „geistige Entwicklung“, „körperliche und motorische Entwicklung“, „Hören“ und „Sehen“ bestehen.
(3) Sonderpädagogischer Förderbedarf wird auf der Grundlage eines sonderpädagogischen Gutachtens unter Einbeziehung der Sorgeberechtigten durch die zuständige Behörde festgestellt.“

Dieser Auszug aus dem Schulgesetz sagt wenig darüber aus, welche Kinder wie und was in einer Integrationsklasse lernen. In jeder Klasse sind völlig verschiedene Kinder mit ganz individuellen Schwierigkeiten, Bedürfnissen aber auch Stärken. Diese Kinder sollen sehen und hören, was die anderen Kinder lernen, aber sie müssen nicht ganz genau das Gleiche lernen. Manchmal können sie auch gar nicht so schnell und so viel lernen. Sie brauchen vielleicht einfach mehr Zeit für alles. In unserer Schule sollen sie diese Zeit und die Anregungen bekommen, um alles was sie möchten und können in ihrem Tempo aufzunehmen.
Das Lernen soll gemeinsam mit den anderen Kindern stattfinden. Es ist aber auch sehr wichtig, dass es spezielle Angebote für die Integrationskinder gibt, in denen nur sie gemeinsam besondere Aufgaben des praktischen Lebens üben können. Im späteren Leben nach der Schule benötigen die Kinder zwar viel Wissen, noch wichtiger aber ist es, dass sie sich im Alltag selbständig zurecht finden können. Diese Selbständigkeit im Alltag brauchen sie vor und auch nach der Schule, wenn es darum geht, einen besonderen betreuten Arbeitsplatz für sie zu finden. Selbständigkeit, soziales Lernen und Eigenverantwortung wird in unseren Integrationsprojekten ganz groß geschrieben. Dort wird gemeinsam gespielt, gekocht, gelesen und es werden kleine Projekte geplant und durchgeführt.
Lernen als Integrationskind in einer Klasse der allgemeinen Schule bedeutet nicht, so zu werden wie die anderen gesunden Kinder, sondern einen eigenen Platz in der Schule mit allen Stärken und Schwächen zu finden. Selbständigkeit, Selbstbewusstsein und die Fähigkeit, soziale Kontakte aufzubauen und zu pflegen sind sehr wichtig, um später außerhalb des Schonraums Schule auch einen Platz im Leben zu finden.


Noch ein wichtiger Hinweis:
Wenn Sie einen Antrag auf Aufnahme Ihres Kindes mit sonderpädagogischem Förderbedarf in einer ersten Klasse unserer Schule stellen möchten, beraten wir Sie gerne. Melden Sie sich bei Frau Grenz im Schulbüro unter der Telefonnummer: 533044-0, Sie erhalten dann einen Termin. Anträge auf Aufnahme in eine Integrationsklasse müssen bis zu 1. Februar des laufenden Schuljahres mit allen ärztlichen Berichten und Unterlagen vorliegen, damit sie zum nächsten Schuljahr berücksichtigt werden können.

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