Sprachförderung
Sprachförderung an unserer Schule
Kinder brauchen Sprache

Jedes Kind will sich mitteilen. Es muss sagen können, was es möchte und was es nicht möchte.
Das Kind lernt von den Menschen in seiner Umgebung. Im Gespräch, beim Vorlesen, bei der Begegnung mit seiner Umwelt lernt es Wörter für die Dinge. Auch den richtigen Satzbau nimmt das Kind beim Hören nachahmend auf.
Deshalb ist es so wichtig, dass wir mit unseren Kindern sprechen. Beim Spielen, im Alltag, beim Arbeiten im Haus begleiten wir unser Tun mit Worten und sind für unsere Kinder ein Vorbild. Wir hören ihnen in Ruhe zu und ergänzen Worte und Namen, die sie noch nicht kennen.
Einige Kinder brauchen aber viel mehr Übung und zusätzliche Lernzeit, um die Sprache zu lernen. Dazu gehören vor allem zweisprachig aufwachsende Kinder.
Alle 4 1/2-jährigen Kinder, bei denen bei der Vorstellung in der Schule festgestellt wird, dass sie mehr Förderung im Bereich Sprache brauchen, müssen deshalb die Vorschule besuchen. Außerdem sind sie verpflichtet, 4 Stunden am Nachmittag eine Sprachfördergruppe zu besuchen.
Diese Sprachförderung findet vor dem Unterricht von 8.00 bis 8.30 Uhr statt oder nach dem Unterricht ab 13.00 Uhr.
Die Schule fördert die Sprache bei vielen Gelegenheiten:
In der Vorschule werden viele Themen aus der Umwelt angesprochen.
Dabei wird der Wortschatz des Kindes ganz gezielt erweitert. Durch das Sprechen von Reimen, das Hören von Silben und ersten Buchstaben als Anlauten wird das Lesen- und Schreibenlernen vorbereitet.
In der ersten Klasse wird die Sprache durch das Lesenlernen ganz genau untersucht.
Aus Wörtern lassen sich Laute heraushören, die als Buchstaben auf das Papier gebracht werden können.
Zeichen auf dem Papier werden als Buchstaben erkannt, als Laute zusammengesetzt und in klingende Wörter umgewandelt, die eine bestimmte Bedeutung haben.
Erst wenn dieses System des Lesenlernens verstanden ist und die Lesetechnik beherrscht wird, macht Lesen Spaß.
Einige Kinder brauchen aber mehr Übung, um Lesen und Schreiben zu lernen.
Diese Kinder bekommen eine gezielte Sprachförderung. In kleinen Gruppen erhalten sie zusätzliche Übungszeit und lernen ohne Zeitdruck die Lesetechnik.
Sie bekommen auch besondere Hilfen, das Schreiben zu lernen und sicher in der Rechtschreibung zu werden.
In den höheren Klassen werden Geschichten geschrieben, Projekte beschrieben, Versuche diskutiert und Erfahrungen aufgeschrieben.
Einige Kinder brauchen dann wieder besondere Hilfen und mehr Zeit, um diese Anforderungen zu bewältigen.
Projekte werden in kleinen Gruppen geplant und diskutiert, Abläufe und Ergebnisse werden besprochen und festgehalten.
Die Schüler lernen Neues durch Lesen in Büchern oder im Umgang mit anderen Medien wie Computer und Internet.
Sprachförderung findet im Spiel, in gemeinsamen Projekten und in jedem Unterricht statt.
In jedem Jahr werden Lerntests in den Bereichen Lesen und Schreiben durchgeführt.
Durch diese Tests sieht die Schule, welche Schüler zusätzliche Lernzeit benötigen.
Diese Schüler bekommen Sprachförderung in kleinen Gruppen. Die Teilnahme an diesen Gruppen ist verpflichtend. So soll gewährleistet werden, dass diese Kinder Rückstände aufholen können.